Margreth Rinderknecht in den Kantonsrat


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Frühling

Persönliches > Journalistische Arbeit

Ein Kribbeln und Ziehen

Das Phänomen trifft mich jedes Jahr. Wie eine Vorahnung liegt es ab Ende Januar in der Luft. Meist überkommt es mich, wenn die Sonne nach ein paar Hochnebeltagen wieder einmal so richtig scheint. Wenn ich die ersten Buchfinken höre. Die eigentlichen Symptome sind ein Kribbeln in den Fingern und ein Ziehen.

Wenn ich das Kribbeln spüre, kaufe ich die ersten Tütchen, vielleicht noch ein paar Saatschalen für den Fenstersims. Ich sähe Tomaten, Peperoni und ein paar Geranien und stelle sie ans Licht. Dann hört das Kribbeln auf – vorübergehend.

Ich weiss genau, es kommt wieder.

Das Ziehen befällt mich im näheren Umkreis von Gartencentern. Wie ein Magnet zieht es mich hinein. Unversehens finde ich mich in der Primeli- Abteilung – und kaufe ein paar fröhlich- farbige Frühlingsboten, vielleicht pflanze ich diese dann wie geplant in ein Blumenkistli oder ich verschenke sie an Bekannte.

Wenn sich das Ziehen und Kribbeln erneut bemerkbar macht, stehen zum Glück die ersten Salatsetzlinge im Gestell des Gartencenters. Zufällig - aber verkaufspsychologisch geschickt, steht das Drehgestell mit allerlei Kräutersamen direkt daneben. Ich schliess für einen Moment die Augen und ziehe den Duft der ersten zarten Blätter von frischem Basilikum und Dill durch die Nase.

Unverkennbar - es wird Frühling!

Margreth Rinderknecht, Bäuerin in Wallisellen


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